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Dr. med. Peter Maß
Dr. med. Johannes Schücker
Gemeinschaftspraxis

 
Gastroenterologie - ambulante Endoskopie - Hepatologie
Fachärzte für Innere Medizin
Schwerpunkt Gastroenterologie

Hepatologie

Die Hepatologie, also die Lehre von den Erkrankungen der Leber, beschäftigt sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Leber.

Die Leber ist eines unserer lebenswichtigen Organe, da sie das zentrale Organ für den Stoffwechsel ist. Die Leber hat vielfältige Aufgaben: so die Synthese lebenswichtiger Eiweißstoffe (z.B. die Gerinnungsfaktoren), die Verwertung von Nahrungs-bestandteilen (z.B. Speicherung von Glucose und Vitaminen), die Gallenproduktion und damit der Abbau und die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen.

Eine massive Störung der Leberfunktion kann für den betroffenen Patienten lebensbedrohlich sein.

Dabei gilt es vorübergehende Leberfunktionsstörungen von den chronischen zu unterscheiden. Die Leberzirrhose zum Beispiel, also der bindegewebige Umbau des Lebergewebes, geht mit einer irreversiblen (unumkehrbaren) Leberfunktionsstörung einher. Je nach Grad der Funktionsstörung können symptomatische Maßnahmen nicht mehr greifen und eine Lebertransplantation wird notwendig.

Erschwerend kommt für das frühzeitige Erkennen einer Lebererkrankung hinzu, dass sie keine spezifischen Symptome oder Frühsymptome zeigen. Lediglich die Funktionsstörungen werden bei größerer Schädigung als Symptom sichtbar.

Daher ist eine Überprüfung der Leberwerte ab einem bestimmten Alter im Rahmen der Gesundheitsüberprüfung beim Hausarzt sinnvoll. Zeigen sich dabei erhöhte Leberwerte, so ist eine gründliche Abklärung angezeigt.

Es gibt infektiöse Erkrankungen, wie z.B. die Hepatitis A, B oder C. Daneben können auch ernährungsbedingte Belastungen toxische Wirkungen auf die Leber haben, z.B. Alkohol. Ähnlich schädigende Wirkung kann auch von Medikamenten oder Chemikalien, denen man regelmäßig ausgesetzt ist, ausgehen. Auch erblich bedingte Erkrankungen nehmen negativen Einfluss auf die Leber, so u.a. die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose oder Hämosiderose) oder die Kupfer- speicherkrankheit, der Morbus Wilson.

Weiterhin gilt es bei Leberfunktionsstörungen eine Autoimmunhepatitis oder Erkrankungen der Gallenwege, wie die Primäre biliäre Zirrhose (PBC) oder die Primär sklerosierende Cholangitis abzuklären.

Zuletzt ist auch an Tumorerkrankungen der Leber zu denken.

Da die Ursachen einer Leberfunktionsstörung also vielseitig und deren Folgen gravierend sein können, sind spezielle Fachkenntnisse im Gebiet der Hepatologie notwendig.

... setzt sich aus den griechischen Wörtern “hepar” (Leber) und “logos” (Wort oder Lehre) zusammen und bedeutet: die Lehre von den Leber-Erkrankungen.